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Die vierte Schnüffelstunde

Diesmal stand eine Pfannkuchenfährte auf dem Programm. Man bindet einen Pfannkuchen an ein Seil und zieht diesen neben seinen Fußspuren über den Boden. In unserem Falle ein Waldboden. Grille und Krümel hatten noch nie eine Pfannkuchenfährte verfolgt, Lotta kannte diese tolle Art von Suchen schon.

Annette unsere Trainerin war mit Babypuder ausgerüstet, um die Windverhältnisse auf Bodenhöhe bestimmen zu können. Dann wurde am Startpunkt der Fährte eine kleine rote Fahne gesteckt und dann im kurzen Abstand, möglichst in gerader Linie weitere Fähnchen. An jedes Fähnchen kam ein kleines Pfannkuchenstückchen und am Ende der Fährte der "Jackpot".

Der Hund wird langsam an den Startpunkt geführt und ohne Befehl darf er losschnüffeln. Für Krümel war es zu Beginn etwas schwierig zu verstehen, was sie machen soll, aber auf der zweiten Fährte, die dann etwas enger gesteckt war, hat sie ganz ruhig, konzentriert und toll gearbeitet. Bei Grille lief´s richtig gut, sie arbeitete ganz ruhig und ohne jede Hektik... dann kam Lotta an die Reihe.

Für sie wurde die Aufgabe etwas abgewandelt. Weil wir bei unseren vorherigen Pfannkuchenfährten den Fehler gemacht hatten, Lotta in sehr hohem Tempo arbeiten zu lassen - siehe hier - , wollten wir diesmal schauen, sehr viel Ruhe in die Arbeit zu bringen.
Für Lotta wurde ein Start- und ein Endfähnchen gesteckt und die Distanz zwischen beiden betrug nur ca. 15 Meter. Meine Aufgabe war es, Lotta an der Leine zu halten ohne sie zu stoppen oder zu rucken, sie aber dennoch zu bremsen... das klappte nur mäßig, weil Lotta eine unglaubliche Kraft an den Tag legte, um zu ihrem geliebten Pfannkuchen zu kommen. Sie war nach einigen Metern so energiegeladen und hektisch, das sie über den "Jackpot" drüber lief.

Im zweiten Gang hat Annette Lotta dann noch zusätzlich mit einer langen Schleppleine gebremst und das ging dann deutlich besser, sie hat sehr schön die Nase eingesetzt, war aber durch den Wind und meine Fußspur etwas verwirrt und hat den Pfannkuchen wieder überlaufen.

Bei unserer dritten und letzten Fährte, hat es dann (wieder mit Annette´s Hilfe) sehr gut gelappt und ich hatte ein bisschen das Gefühl, das Lotta begriffen hat, das sie ruhig arbeiten soll. Diesmal hat sie den Pfannkuchen dann auch gleich gefunden und zufrieden aufgefressen.

Nach diesen Aufgaben war Lotta ziemlich k.o. und musste ihre Anspannung erstmal wild durch den Wald rennend abbauen.

Es hat uns super viel Spaß gemacht und wir werden in den nächsten 3 Wochen die Langsamkeit trainieren.
 

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