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Die dritte Schnüffelstunde
Nach
einer längeren Schlechtwetterpause, gings am Freitag mit dem
Schnüffelkurs weiter. Es hatte endlich aufgehört zu regnen,
aber es stürmte mächtig und so waren alle froh, die Halle
der Hundeschule nutzen zu können.
Lotta und ich hatten in den vergangenen Wochen an einer
"Verlorensuche" gearbeitet. Zuerst habe ich mit Lotta
zuhause geübt meinen Handschuh zu suchen. Erst nur im
Wohnzimmer, dann in der ganzen Wohnung. Schon nach wenigen
Suchen konnte ich den Begriff "verloren" für diese Aufgabe
verwenden. Ich habe die Verstecke im Laufe der Zeit immer
schwieriger gestaltet, aber Lotta hat immer erfolgreich
gefunden und den Handschuh freudig mitgebracht. Als das gut
klappte, haben wir begonnen im Feld mit dem Handschuh zu
arbeiten. Am Anfang habe ich den Handschuh einfach auf den
Weg fallen lassen und die Suchdistanz sehr gering gehalten.
So hatte Lotta draußen immer gleich Erfolg und war sehr
motiviert bei der Sache. Nach einigen Tagen konnte ich
sowohl die Distanz vergrößern, als auch die Position des
Handschuhs schwieriger gestalten. Lotta sucht sehr
ausdauernd und benutzt meine Spur zum finden. Wir haben
beide Spaß an der Arbeit und Lotta schaut inzwischen schon
sehr aufmerksam, ob ich den Handschuh noch in der Hand habe,
oder sie gleich suchen darf. Ich muss mittlerweile schon den
richtigen Moment zum verstecken abpassen.
In der
Halle sollte Lotta den Handschuh finden und Annette hatte
eine sehr schwieriges Versteck gewählt. Der Handschuh wurde
an einem Türgriff versteckt, vor dem noch eine
Biertischgarnitur und ein kleiner Tisch standen. Lotta hat
systemathisch die ganze Halle abgesucht, war aber nicht in
der Lage den Handschuh zu riechen. Ich habe sie dann in dem
Moment mit dem Clicker bestätigt, als sie in Richtung
Handschuh geschaut hat und ihn ihr zum spielen überlassen.
Die Gerüche in der Halle sind natürlich nicht mit denen im
Feld zu vergleichen, außerdem konnte Lotta nicht meiner Spur
folgen, weil Annette den Handschuh versteckt hatte.
Die zweite Aufgabe haben wir dann einfacher gestaltet, aber
Lotta war durch den Misserfolg ziemlich verunsichert und
wußte nicht mehr so richtig, was sie machen soll. Wir haben
dann zwei ganz einfache Verstecke gewählt und Lotta war
wieder mit Freude dabei.
Als nächstes haben wir wieder mit dem Duft gearbeitet.
Grille und Krümel haben mit Öl getränkte Spüllappen zum
Suchen bekommen und während ich einen Bierdeckel für Lotta
präpariert hatte, hat sich Lotta mit einem Affenzahn von
Tina losgerissen und hat sich einen der Spüllappen
geschnappt. Annette musste geistesgegenwärtig eingreifen,
denn Lotta war schon dabei den Spüllappen
runterzuschlingen.... ohne Worte .... Nachdem Lotta wieder
unter Kontrolle war, konnten Grille und Krümel in Ruhe ihrer
Schnüffelarbeit nachgehen.
Für Lotta hatte ich einen Bierdeckel mit Sesamöl beträufelt.
Diesen und 2 weitere neutrale Deckel haben wir in der Halle
ausgelegt. Mit dem Befehl "finden" sollte Lotta den
richtigen Bierdeckel suchen und anzeigen. Das hat super
geklappt und Lotta hat auch versucht den Bierdeckel zu
apportieren. Ich habe ihn dann auch bringen lassen. Das
hatte aber leider zur Folge das Lotta in der nächsten Runde,
den erst besten Bierdeckel apportieren wollte. Also nochmal
einen Schritt zurück, wenn sie mit der Pfote anzeigt,
geklickert, dann belohnt und dann zum apportieren geschickt.
Das ging dann auch viel besser!
In einer
abschließenden Runde haben wir ausführlich besprochen wie
wir in den nächsten Wochen weiterarbeiten können, denn wir
machen Pause bis in die zweite Januarwoche!
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