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Dies ist unsere gemeinsame Geschichte

Wir Menschen haben jahrelang überlegt, ob unsere Lebenssituation die Möglichkeit bietet einen Hund aufzunehmen.
Wir haben viel gelesen, uns mit Leuten die Hunde hatten unterhalten, eine Hundeschule besucht und Ende 2002 haben wir den Entschluss gefasst das Abenteuer Hund zu wagen. Wir wussten das es ein Hund mit Papieren sein sollte, aber wir wußten zum damaligen Zeitpunkt leider noch nicht, wie wichtig es ist, auf die richtigen Papiere zu achten.
Nachdem wir mehrere Züchter angeschaut hatten, fiel die Entscheidung auf einen Wurf, der perfekt in unseren Zeitplan passte.

Lotta ist ein Sonntagshund und wurde am 02.02.2003 im Harz geboren. Ihr eigentlicher Name ist "Asta vom Hüttenhof" aber  Lotta hat uns sehr viel besser gefallen und der Name erinnerte uns an Lotta aus der Krachmacherstraße (von Astrid Lindgren).
Ein kleines freches Mädchen und genauso war unser Welpe. Der Name schien Programm zu sein :-)

Eigentlich wollten wir mit 12 Wochen die Hundeschule beginnen, aber unser Energiebündel kam schon im Alter von 9 Wochen in die Welpenspielgruppe von Antonia Steeg in Kassel. Wir haben großen Wert darauf gelegt, das die Ausbildung ausschließlich über positive Bestärkung passiert und das sie im öffentlichen Raum und nicht auf einem abgeschiedenen Hundeplatz stattfindet. Uns hat es eine Menge Spaß gemacht und  wir waren froh und dankbar, das die anderen Hunde Lotta beibrachten, das man die spitzen Zähnchen vorsichtig einzusetzen hat.

Wir erinnern uns noch sehr gut an die Zeit in der Lotta uns so wild zum spielen aufforderte, das wir uns auf den Tisch gestellt haben um uns ihrem wilden Spiel zu entziehen. Alles andere war nicht möglich. Jedes Wegschieben wurde als weitere Spielauf-
forderung gewertet und es ging noch viel wilder als zuvor weiter. In den Phasen waren wir froh eine Hundetrainerin an unserer
Seite zu haben.

Lotta hat immer schnell und gerne gelernt und es hat von Anfang an Freude gemacht mit ihr gemeinsam Dinge zu erarbeiten. Ihr Wesen war einfach typisch Labrador, zu allen freundlich, permanentes Schwanzwedel und an allem und jedem interssiert. Dennoch sollten wir leider relativ schnell merken, das unsere Züchterauswahl nicht sehr glücklich war. Lotta war von Anfang an krank.

Begonnen hatte alles mit einem Bandwurm, der eine schlimme  Magen- und Darmentzündung auslöste. Mit 5 Monaten hatte sie sich im Zusammenhang mit dem Bandwurm und ihrem angeschlagenen Verdauungstrakt Giadien eingefangen. Sie hatte immer wieder Dauerdurchfall und mußte mit Medikamenten behandelt  werden. Trotzdem war sie stets gut aufgelegt und zu allen  Späßen zu haben.

Die Magengeschichten haben uns bis ins Jahr 2005 begleitet und dann hatten wir endlich ein getreidefreies Futter (Canidae) gefunden und die Magenentzündungen traten nur noch in ganz langen Abständen auf und zur Zeit haben wir damit überhaupt keine Probleme mehr!

Der Magen war das eine Problem, ein anderes waren ihre Augen. Lotta hat kleine Knötchen auf der Nickhaut und diese scheuern über den Augapfel. Also mußten sie geglättet werden. Nach der OP sah unsere Kleine aus wie ein Zombie, aber nach ein paar Tagen war alles wieder okay. Die OP wurde sehr professionell in Kassel von Dr. Viehmann und seinem Team durchgeführt.

An die Welpengruppe schloss sich die Junghundegruppe an und wir lernten die Basics der Hundeerziehung. Ende 2003 haben wir unseren Wohnort aus beruflichen Gründen von Kassel nach Wiesbaden verlegt. Und so kam zum Abenteuer Hund das Abenteuer
neue Stadt und neue Arbeitsplätze dazu.

Durch Lotta haben wir wahnsinnig schnell ganz viele Kontakte geknüpft und inzwischen wertvolle Freundschaften gewonnen.

An unserem Umzugstag startete auch gleich unser neuer Junghundekurs in Niedernhausen / Engenhahn bei Kerstin Jakob.
Wir wurden super nett empfangen und an diesen Tag hat Lotta ihren allerbesten Freund Lukas (ein blonder Labrador) kennen-
gelernt. Lotta und Lukas sind inzwischen ganz ganz dicke Freunde und es gibt keinen anderen Hund mit dem Lotta so leiden-
schaftlich und ausgelassen spielt wie mit Lukas. Und auch wir Menschen haben eine Freundschaft geschlossen!

Kerstin setzte die Hundeausbildung genau so fort, wie wir sie in Kassel begonnen hatten. Mit positiver Bestärkung und auch wieder in öffentlichem Gelände. Kerstin haben wir auch die wunderbare Empfehlung unserer neuen Tierärztin zu verdanken :-)

Wir hatten uns entschieden Lotta kastrieren zu lassen. Sie war mit 10 Monaten noch nicht läufig und so wurde sie vor der ersten
Hitze kastriert. Die OP wurde von unseren beiden neuen Lieblingstierärztinnen in Limburg/Elz durchgeführt und als wir Lotta nach der Kastration abgeholt haben, kam sie uns schwanzwedelnd entgegengelaufen. Das hätten wir nach so einem schweren Eingriff überhaupt nicht für möglich gehalten. Aber Lotta war vom Team in Elz einfach perfekt versorgt worden.
Weil sowieso eine Narkose anstand haben wir zum zweiten mal die Knötchen von der Nickhaut entfernen lassen und ihre Hüften wurden geröngt. Wir hätten niemals gedacht, das Lottas Hüften nicht in Ordnung sein könnten, sie tobte ausgelassen durch die Gegend, humpelte nie, hatte keine Probleme beim Aufstehen usw.

Die Diagnose bestätigte dies leider überhaupt nicht. Lottas rechte Hüfte war schlecht ausgebildet und Nannette Welk sagte uns
voraus, das Lotta mit dieser Hüfte Arthrosen bilden würde. Wir waren entsetzt und wieder einmal wurde uns deutlich das wir
eine viel viel bessere Züchterauswahl hätten treffen müssen. Aber dies war nun leider nicht mehr zu ändern.

Nach vielen Gesprächen mit Nannette, die uns inzwischen viel mehr geworden ist als unsere Tierärztin, nach Gangbildanalysen und Recherchen hatten wir uns entschlossen Lotta mit der Goldakupunktur behandeln zu lassen. Näheres dazu gibt es in der Rubrik Goldakupunktur. Die OP wurde am 14.01.2005 von Nannette Welk durchgeführt.

Inzwischen waren wir mit dem Lernen der Basics fertig und konnten uns auf neue Beschäftigungen konzentrieren. Im Sommer
2004 haben wir mit dem Clickertraining begonnen und auch hier hat sich wieder gezeigt wie schnell Lotta begreift und mit wieviel Elan sie bei der Sache ist.

Inzwischen haben wir noch viele neue Arbeitsmethoden entdeckt und so machen wir just for fun ein bisschen Dummyarbeit, nehmen an einem Agility-Kurs und an einem Zughunde-Kurs teil. Dabei ist es immer wieder verblüffend wie gut Lotta sich all diesen Anforderungen anpasst und mit wieviel Eifer und Spaß sie bei der Sache ist.
Das tolle beim Wagenziehen ist, das sie super gute Muskulatur an der Hinterhand gebildet hat und das dies ihrem Gesundheitszustand in Sachen HD und Arthrose sehr sehr gut tut.

Eine von Lottas großen Leidenschaften ist die Spurensuche. Zur Zeit suchen wir ausschließlich Pfannkuchen, aber wir werden uns noch steigern und unsere Spürnase hat einen wahnsinnigen Spaß an dieser Arbeit. Und wir sind immerwieder verblüfft, was so
eine Hundenase zu leisten vermag.

Bei all diesen Aktivitäten schauen wir nachdenklich, traurig und wütend auf ihren Gesundheitszustand und ihre Herkunft. Dummyarbeit ist nur absolut eingeschränkt möglich um ihre Gelenke zu schonen. Agility geht nur just for fun, an einem Workingtest teilnehmen unmöglich ... all dies ist aber nicht mehr zu ändern und wir würden Lotta mit keinem Hund der Welt
tauschen, aber nochmal wird uns das nicht passieren. Wir werden unsere gemeinsame Zeit fröhlich und so unbeschwert wie möglich zusammen genießen!

19.11.2006

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