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Die Geschichte meiner Goldakupunktur
Ende des Jahres 2003 wurden Lottas Hüften geröngt.
Dabei war zu sehen, das die rechte Hüfte schlecht ausgebildet ist und sich aufgrund dessen wahrscheinlich Arthrosen bilden würden. Unsere Tierärztin (Nannette Welk / Tierarztpraxis
Elz) hatte uns dazu geraten den Hund mit Golddrahtimplantaten zu behandeln. Lotta´s Gangbild war geprägt von einem starken
"Schlingern" der
Wirbelsäule und sie hielt ihren Kopf beim Laufen sehr tief (um die
Hüfte zu entlasten). Bei unserem letzten Tierarztbesuch wurde Lotta´s Hüfte abgetastet und sie versuchte sofort, sich dem daraus resultierenden Schmerz zu entziehen. Wir wußten also, nun ist es Zeit für die OP. Ohne Nannette´s geschulten Blick wären wir niemals auf die Idee gekommen das unser Hund schon Beschwerden hatte. Sie war vergnügt und lebensfroh wie immer, tollte begeistert durch die Gegend und hat sich nie anmerken lassen, das sie bereits Schmerzen hatte.
Wir haben uns lange mit dem Thema HD beschäftigt und
uns über alle möglichen Behandlungsvarianten informiert. Die Behandlung der Goldakupunktur erschien uns in unserem Falle am sinnvollsten und wir waren froh von dieser Methode erfahren zu haben.
Am 14.01.2005 war es dann soweit und Lotta rollte in
den OP. Nach nochmaligem röntgen der Hüften wurde klar das sich an beiden Hüften schon Arthrosen gebildet hatten. Nannette vergoldete beide Gelenke und entschied sich, die Ellebogen und Kniegelenke ebenfalls mit zu vergolden.
Am Nachmittag konnten wir unsere Süsse in der Praxis
wieder abholen und das Praxisteam war sehr froh uns zu sehen ;-) Lotta
hatte in der Zwischenzeit mal wieder fröhlich die Praxis
durcheinandergewirbelt. Vehement Schmuseeinheiten gefordert, alles
erschnüffelt, rumjejault weil es sooo langweilig war, mit einer der
Praxishündinen Bällchen gespielt, das Leckerchenglas versucht zu telepathieren und und und ...
Die Narkose hatte Lotta also super verkraftet und war
äußert guter Dinge als wir auf dem Nachhauseweg waren.
Schon nach einer Woche können wir nun feststellen das
sich ihr Gangbild verändert. Sie trägt den Kopf beim Laufen viel höher und läuft mit den Hinterbeinen richtig breitbeinig :-)
Nach Nannette´s Aussage sollte Lotta die nächsten 6
bis 8 Jahre völlig schmerzfrei sein und erst wieder Probleme bekommen, wenn die ganz normalen Alterserscheinungen auftreten. Wir hoffen sehr das sie mit ihrer Prognose recht hat und wir Lotta ein schmerzfreies Leben ermöglichen können.
Hier einige Bilder von dem gerupften
Hühnchen



Hier beschreibt Nannette Welk die Methode der
Goldakupunktur. Diesen Text dürfen wir mit ihrer freundlichen Genehmigung
hier veröffentlichen! Danke dafür ;-)
Die
Golddrahtimplantation (Goldakupunktur) als Therapiemöglichkeit
Neben der
"normalen" Akupunktur mit Nadeln oder Laser gibt es eine
Sonderform der Akupunktur, die "Goldakupunktur". Hierbei werden
Goldstückchen in bestimmte Akupunkturpunkte eingesetzt.
Welche
Erkrankungen können behandelt werden?
Bisher
werden bei uns vor allem Gelenkbeschwerden behandelt, die für
den
Hund sehr schmerzhaft sind und zu einer Bewegungseinschränkung
führen.
Am
häufigsten betroffen sind die Hüften durch die sogenannte
Hüftgelenksdysplasie. Auch Arthrosen von Hüfte, Knie, Schulter
und Ellbogen können behandelt werden. Wirbelsäulenprobleme, die
mit Verschleiß und Arthrosen zusammenhängen (Spondylosen, etc.),
können behandelt werden.
Was
kann mit der Goldakupunktur erreicht werden?
Diese
Therapie ist KEINE reine Schmerztherapie, d.h., es wird nicht
"nur" der Schmerz genommen. Durch die Einwirkung über den
Akupunkturpunkt
wird der Stoffwechsel des erkrankten Gelenkes verbessert.
Dadurch werden die einzelnen Zellen von Stoffwechselprodukten
befreit und somit wird eine bessere Funktion des Gelenkes
wiederhergestellt.
Folge ist
tatsächlich eine Schmerzlinderung oder -befreiung, die aber
nicht durch Ausschaltung der Schmerzweiterleitung
entsteht (wie z.B.
bei Schmerzmitteln), sondern in der Ausschaltung der
Schmerzursache!
Ist die
Therapie erfolgreich, stellt sich nicht nur eine insgesamt
bessere Beweglichkeit ein, sondern der Hund wird deutlich
munterer. Lebensfreude
und Lebensqualität nehmen zu!
Die
Akupunktur mittels Goldimplantation ist NICHT in der Lage,
bereits
veränderte Gelenke (z.B. im Röntgenbild sichtbare Arthrosen) zu
beseitigen ... aber auch die Schulmedizin kann dies nicht
bewirken!.
Die
Zahl der "therapieresistenten Fälle" liegt bei der
Goldakupunktur bei ungefähr 5 %!
Wie lange
wirkt die Goldakupunktur?
Diese
Therapie ist ein einmaliger Eingriff. Nach den bisherigen
Erfahrungen mit dieser Methode wirkt die Goldakupunktur
"ein Leben lang" .
Bei
welchen Patienten macht das Sinn?
Es werden
vorwiegend Hunde mittleren und hohen Alters operiert,
wie auch junge Hunde mit teilweise hochgradigen Veränderungen.
Um
realistisch zu bleiben:
Aus einem
alten Hund mit jahrelangen Problemen wir kein
"junger Hüpfer" mehr, aber für die Restlebenszeit können wir
die Lebensqualität deutlich heben: er will wieder spazieren
gehen,
wieder Treppen steigen, wieder am Leben seiner Familie
teilhaben.
Teilweise beobachten wir bei zuvor launischen und aggressiven
Tieren einen "Sinneswandel" zur besseren Laune!
Bei
jüngeren Hunden zielen wir darauf ab, eine physiologische,
also normale, Bewegung zu erreichen - und dies ein Leben lang.
Aufgrund der chemischen Eigenschaften des Goldes verbrauchen
sich die Implantate nicht!
Seit 1998
werden die Implantate auch bei sehr jungen Hunden
(ab der 14. Lebenswoche) eingesetzt, wenn aufgrund einer
Frühdiagnose-Röntgenuntersuchung mit einer HD. gerechnet werden
muss. Auch bei diesen Tieren erzielt man vielversprechene
Erfolge.
Welche
Nebenwirkungen gibt es ?
Bisher
sind keinerlei Nebenwirkungen bekannt.
Nicht
einmal eine Nachsorge, wie man sie nach operativen
Eingriffen kennt, ist notwendig. Es bleiben keine Narben zurück.
Welche
Risiken bestehen?
Bei
sachkundiger Ausführung sind die Risiken gering. Der Patient
wird nicht in eine tiefe Narkose versetzt, sondern erhält "nur"
eine starke Beruhigungsspritze, die auch von alten Hunden
problemlos vertragen wird.Die
Implantation erfolgt nicht nach "Rezeptbuch", sondern nach
individueller Schmerzpunktanalyse, fundierter Gangbildanalyse
und
dem gesamten Vorbericht. Nach der Implantation werden
unmittelbar
Kontroll-Röntgenaufnahmen vom Sitz der Goldstückchen
angefertigt.
Was ist,
wenn die Goldimplantation nicht den gewünschten Erfolg hat?
In diesen sehr
seltenen Fällen behindern die Goldstücke eine andere
Therapie nicht, weder eine naturheilkundliche noch eine
medikamentöse oder chirurgische.
Aber auch in den
wenigen Fällen, in denen die Beweglichkeit nicht
deutlich gebessert wurde, stellten die Besitzer doch ein
besseres Allgemeinbefinden fest.
Obwohl praktisch
nur lokal behandelt wird, wird durch die Reizung der
Akupunkturpunkte eine Wirkung auf den gesamten Körper erreicht.
Wie wird die
Goldakupunktur durchgeführt ?
Am Beispiel
Hüftgelenksdysplasie beschrieben:
Nach einer
sorgfältigen Diagnose mit Hilfe u.a. der Gangbildanalyse
(video-dokumentiert zur späteren Verlaufskontrolle), Schmerz-
und
Triggerpunkt-Palpation (= manuelle Untersuchung auf
Schmerzsituationen)
und Hüftröntgen, werden dem Patienten unter Narkose um jede
Hüftpfanne an mehreren Stellen zwischen drei und sieben
Golddrahtimplantate eingesetzt. Der Eingriff dauert (je nach
Schwere
der Erkrankung) zwischen 45 Minuten und zwei Stunden.
Eine
Hohlnadel wird in das Zielgebiet vorgeführt (z.B.
Gelenkskapsel).
Die Einstichstellen befinden sich an Akupunkturpunkten vor, über
und
hinter dem Hüftgelenk. Nach Prüfung der korrekten Lage werden in
den Konus der Nadel ca. 2-3 mm lange, sterile Golddrahtstücke
(24-karätiges Gold) eingelegt und mit einem stumpfen Metallstift
in die Tiefe vorgeführt. Anschließend werden Nadel und Mandrin
entfernt. Die Haut ist an der Einstichstelle nicht stark
verletzt und muss
nicht genäht werden.
Nach der
Narkose stehen die Hunde problemlos auf - so, als wäre
nichts geschehen . . . ohne Rekonvaleszens. Die Nachbehandlung
erfolgt individuell. Schmerzen DURCH die Implantation sind nicht
zu erwarten.
Die
Methode bereitet dem Patienten keine Operationsschmerzen!
Sind
sie neugierig geworden? Fragen Sie uns doch einfach mal...!
Wie kamen wir dazu
?
Im Jahre 2000 wurde
unser Praxishund
Malwina bei einem "tierischen
Kollegen" (Dr. Erhard Schulze aus Kamen) mit Golddraht-Stückchen
akupunktiert.
Warum?
Malwina hat schwere
HD, das gefürchtete Hüftleiden der großen (und mancher kleineren) Hunderassen.
Malwina ist nun
seit ihrem ersten Lebensjahr bei uns und hat jahrelang
wenig Probleme gezeigt. Man läßt sich leicht von dem "normalen"
Gang
des HD-Hundes beirren und glaubt, die Hüfte würde nur bei
Überlastung
schmerzen. FALSCH: Die Hüfte schmerzt bei jedem Schirtt! Malwina
ist
lange Zeit lahmheitsfrei gegangen, hat sich allerdings einen
schlängelnden "Schlampergang" angewöhnt. Heute wissen wir, dass
diese Gangart
typisch ist, um eine schmerzhafte Hüfte zu entlasten.
Vor etwa einem Jahr
begann sie, zeitweise zu lahmen. Schmerzmittel
schlugen sehr schnell an, auch eine Kur mit Anabolika sorgte für
mehr
Muskeln und weniger Probleme. Im Sommer konnten wir regelmäßig
mit
ihr schwimmen gehen und somit die notwendige Muskulatur
aufbauen.
Im Winter wurde es schlimmer, sie wollte manchmal lieber im Korb
liegen
bleiben (anstatt nur auf Schritt und Tritt zu folgen...).
Ich behandelte sie
regelmäßig mit Akupunktur und dem Laser - mit
kurzzeitigem Erfolg.
Weitreichende
Erkundigungen führten mich schließlich nach Kamen zu
unserem Tierarztkollegen Dr. Schulze. Malwina wurde dort
implantiert
und wieder nach Hause entlassen. Bereits eine Woche später war
sie fast beschwerdefrei!
Da mich diese Art
der Behandlung vollkommen faszinierte, belegte ich einen
längerwährenden Kurs in Berlin, um die Technik der
Golddrahtimplantation zu erlernen.
Ich bin überzeugt,
vielen "hoffnungslosen" Fällen Erleichterung verschaffen zu
können!
In Berlin wurde ich
bestens auf die Arbeit mit dem Gold vorbereitet und
arbeite nun seit fast drei Jahren sehr erfolgreich mit dieser
Methode.
Erkundigen Sie sich
doch einfach mal in unserer Praxis - und schauen Sie
sich meine Malwina an ... sie ist das beste Beispiel!
Textauszüge mit freundlicher Genehmigung von Dr.M.Kasper, FTA
Akupuntkur,
Wien und Peter Rosin, prakt.TA, Berlin
Nannette
Welk, Mai 2004 |